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11. Internationale Forstfrauenkonferenz

vom 16. bis 22. Mai 2010 in Deutschland

Bilder und Zeitungberichte zur Internationalen Forstfrauentagung: Odenwaldzeitung und Abgetippte Artikel von Brirgit.

EINDRUCKSVOLLE STATIONEN

Gestartet wurde im Odenwald mit 31 Teilnehmerinnen aus der Slowakei, Serbien, Schweden, Rumänien, Australien und Deutschland.

Auf dem Programm für die sieben Tage standen unter anderem der Besuch beim Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF), die Mobile Waldbauernschule, Waldbilder im Revier von Gerlinde Dehos, CAP, eine Stadtführung in Aschaffenburg, den Naturpark Vogelsberg mit Vogelschutzwarte, das Pelletwerk Mann, den Hatzfeldt´schen Waldbesitz, sowie Besuche bei diversen Einrichtungen von Landesforsten Rheinland-Pfalz.

 

Besuch des KWF

Dr. Ute Seeling, Geschäftsführende Direktorin, stellte das KWF umfassend vor:
Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik in Groß-Umstadt besteht aus 2.020 Mitgliedern. Gegründet wurde es 1962. Seit 1995 sind alle Bundesländer unter dem Dach des KWF vertreten.

Ziele des KWF: Ökonomische Holzernte, Entwicklung von Holzerntesystemen, Verbesserung der Arbeitssicherheit, Werkzeuge und Systeme verbessern, Werkzeuge und Maschinen in der Praxis testen (bei den Partnern, z. B. Waldarbeiterschulen).

Frauen und Forsttechnik: Dr. Ute Seeling leitet das KWF und ist die einzige Frau mit forstlicher Ausbildung. Ca. 25 % der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind weiblich und im Büro beschäftigt. Bei den Forstunternehmen machen oft die Ehefrauen die Büroarbeit. Dabei zeichnen sie sich häufig durch realistische Angebote aus. Dumpingangebote, die kaum die reinen Maschinenkosten decken, erkennt man übrigens daran, dass sie ca. 20 % oder mehr unter dem Mittelwert liegen.
Spezielle Ausrüstung für Frauen wurde bisher nicht getestet, weil diese von den Produzenten nicht angeboten wird. Da Männer häufig viel Geld für professionelle Ausrüstung ausgeben, sind sie eine stärker beachtete Zielgruppe der Hersteller.

 

Mobile Waldbauernschule

Sie befindet sich im Odenwald, im Bereich des Forstamtes Michelstadt. In der südhessischen Region mit viel Kleinprivatwald und daraus resultierend vielen Unfällen wurde vor 25 Jahren die erste Waldbauernschule in Hessen gegründet. Zuerst wurde am Forstamt geschult, das war aber zu weit entfernt für viele Waldbesitzer. Seit 21 Jahren gibt es daher mobile Schulungswagen. Der zweite ist ein Jahr alt, PKW-gezogen mit acht Arbeitsplätzen im Wert von 34.000 EUR plus stark motorisiertes Zugfahrzeug.

An der mobilen Schule im Odenwald werden jährlich ca. 700 Personen geschult, insgesamt bisher 15.000. Die Zahl der tödlichen und schweren Unfälle ging seitdem um 75 % zurück, die der leichten Unfälle um 50 %.
Die Schulungen sind für Privatwaldbesitzende und Angehörige kostenlos. Pro Lehrgang können 8 - 10 Personen teilnehmen. Die Lehrgänge für Holzernte sind zweitägig, es gibt einen Grund- und einen Aufbaukurs. Nach drei Jahren ist eine Auffrischung vorgesehen. Daneben gibt es noch eintägige Kurse im Pflanzen, Kulturpflege und zum Holzrücken.

Motorsägenschulungen für Waldbesitzerinnen gibt es bisher nicht. Unsere Anregung, solche Kurse anzubieten, stieß allerdings sowohl bei dem Leiter als auch bei den Forstwirten auf Interesse. Hier kann der schwedische Waldbesitzerinnenverband Spillkrakan mit 10 Jahren Vorsprung punkten.

 

Waldbild im Revier Breuberg von Gerlinde Dehos

Pflegenutzung in 55-jähriger Kiefer auf mäßig trockenem Standort mit oligotropher Nährstoffversorgung, mittlerer Buntsandstein, natürliche Waldgesellschaft: Heidelbeer-Traubeneichen-/Buchenwald. Der Bestand ist ausgezeichnet, Zukunfts-Bäume werden mit Punkten, zu entnehmende Bäume mit diagonalen Strichen und Rückegassen mit weißen Kringeln markiert. Diskutiert wurde die Vorrats- sowie die Entnahmemenge. Insbesondere die schwedischen Kolleginnen waren über die Vorratsmengen, selbst auf diesem armen Standort überrascht.

 

CAP

Hinter diesem Kürzel verbirgt sich ein Supermarkt, der von einer sozialen Einrichtung getragen und geleitet wird. Über 50 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Menschen mit Beeinträchtigungen. CAP = Umschreibung für Handicaped.

Neben den vorwiegend geistig oder emotional Beeinträchtigten arbeiten dort auch Straffällige in der Resozialisierung. Die meisten dieser Personen leben privat in einer betreuten Wohngruppe, im Supermarkt arbeiten sie sechs Stunden im Schichtbetrieb und werden nach Tarif entlohnt.

Der CAP-Supermarkt ist nicht nur auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, sondern auch auf die Bedürfnisse einer Gesellschaft mit immer mehr älteren und beeinträchtigten Menschen eingestellt. Rollstuhltauglichkeit zeigt sich an den breiten Gängen mit abgerundeten, niedrigen Regalen und speziellen Einkaufswagen für Rollstühle. Beschriftungen sind groß und deutlich, auf Wunsch gibt es eine Einkaufsbegleitung, selbstverständlich auch einen Lieferservice nach Hause. Neben Frischkostangeboten zum Mitnehmen gibt es auch eine Imbissgelegenheit.

Bisher gibt es 70 CAP-Märkte in Deutschland, alle werden von Edeka beliefert. Die Märkte arbeiten unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgreich, was sowohl an den normalen Preisen, als auch an der stets zentralen, innerstädtischen Lage mit guter Parkplatzversorgung liegt. Am meisten beeindruckte jedoch die angenehme entschleunigte Einkaufsatmosphäre und das auffallend freundliche Personal.

 

Naturpark Vogelsberg

Hier wurden wir von dem Geschäftsführer Rudolf Frischmuth betreut. Er lieferte uns viele interessante Details und Informationen über den Naturpark.

  • Die Größe beträgt 90.000 Hektar über mehrere Gemeinden
  • Standort: Höhenlage bis ca. 800 m ü.NN, 1.800 mm Jahresniederschlag am Hoherodskopf, vulkanisches Ausgangsmaterial (Basalt), natürliche Waldgesellschaft ist Buche, Fichtenanteile leiden unter Sturm, Schneebruch und Borkenkäfer.
  • Das Budget von 500.000 EUR/Jahr wird von den Gemeinden aufgebracht.
  • Der Geschäftsführer ist Mitarbeiter von Hessen-Forst.
  • Vier feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zwei im Management/Verwaltung, vier Personen in Werkstatt und Außenbereich, das Infozentrum wird von freien Mitarbeitern betreut).
  • ca. 40 zertifizierte Natur- und Landschaftsführer
  • Touristische Einrichtungen: Besucherzentrum mit Ausstellung (kostenlos) und Touristinformation, jährlich 300.000 Besucher,Veranstaltungsraum für Besuchergruppen, interaktiver Walderlebnispfad, „Vulkanvelo“, ein Sieben-Personenfahrrad, Hochseilpark, Outdoorgolf, Loipen mit Flutlicht.

 

Vogelschutzwarte

für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und die Stadt Frankfurt. Leiter sind Dr. Klaus Richarz und Martin Hormann. Das Vogelschutzgebiet Vogelsberg ist das größte EU-Vogelschutzgebiet in Europa.

Der Exkursionspunkt Obermooser Teiche, eine mehrere hundert Jahre alte Fischzuchtanlage, die von Benedektinermönchen errichtet wurde, ist heute Rast- und Brutplatz für zahlreiche Stand- und Zugvögel. Insgesamt wurden über 200 Arten beobachtet. Einige Vogelarten gibt es in ganz Hessen nur hier.

Die Holzlagerung in den Teichen 1990 war für die Vögel eine Katastrophe.

Das Gelände befindet sich seit Mitte der 90er Jahre im Besitz des NABU.

Es wurden u. a. Konflikte zwischen Windkraftanlagen im Wald und Vögeln erläutert. So ist z. B. besonders der Rote Milan, einer der seltensten Greifvögel der Welt (endemisch in Europa), durch die 200km/h schnellen Rotorblätter gefährdet, ebenso der Schwarzstorch (14 Brutpaare) dessen Balzflüge über den Baumkronen stattfinden.

Auch der Schutz von Waldvögeln wurde angesprochen. Durch den Einfluss der Vogelschutzwarte auf die neuen Waldbaurichtlinien von Hessen-Forst wurden folgende Schutzvorkehrungen in den Waldbaurichtlinien von Hessen-Forst festgeschrieben: z. B. ein Netz von Biotopbäumen, geforderte Mindestzahl: sieben pro ha; Verzicht auf Nutzung während der Brutzeiten in bestimmten Radien um die Nester/Brutgebiete.

 

Pelletwerk Mann

Das Familienunternehmen mit 70 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wird von dem Unternehmer Markus Mann geleitet. Es produziert jährlich über 100.000 Tonnen Pellets, das entspricht ca. 10 % der Jahresproduktion in Deutschland. Daneben wird noch Strom aus Raps, Windenergie und Photovoltaik produziert und verkauft. Nach Ansicht von Markus Mann könnte Deutschland 20 – 25 % seines Heizenergiebedarfs durch Holz ersetzen. Die Firma Mann vermarktet sich als grüner Energieproduzent. Angefangen hat die „grüne“ Energieproduktion 1991 mit einer 150kW Windkraftanlage. Mit der Zeit hat sich das Kerngeschäft auf die Produktion von Holzpellets verlagert. Westerwäler Holzpellets haben heute deutschlandweit einen Marktanteil von 10 %.

Die drei Werke der Firma Mann kooperieren eng mit Sägewerken, der Einkauf von Rohware kommt aus dem Umkreis von max. 80 – 100 km. Zu 99 % wird Fichte zu Pellets verarbeitet. Es wird vorrangig Sägerestholz eingesetzt. Um eine Pufferreserve vor allem im Winter zu haben, wird aber auch Rohholz eingekauft, im letzten Jahr 30.000 Festmeter aus Sturmwurf. Die Qualitäten sind Industrieholz mit maximal 10 % Fäule.

Die Produktionskosten liegen bei 160 EUR/Tonne, der Verkauf bei 200 – 220 EUR. Es gibt eine starke Konkurrenz durch Importe. Um eine Tonne Holzpellets mit einem Heizwert von 5.000 kW herzustellen benötigt man 120 kWh elektrische + 750 kWh thermische Energie.

 

Der Hatzfeldt'sche Waldbesitz

wurde uns von Lise Emmert und Dr. Franz Straubinger vorgestellt:

  • 7.000 Hektar bei Wissen (Oberbergisches Land, nördlich vom Westerwald)
  • 6.000 Hektar in Brandenburg
  • sechs Reviere, ein Forstwirtschaftsmeister + drei Azubis, vier Forstwirte
  • 55 % Fichte, 20 % Eiche, der Rest ist Buche. Sonstiges Laubholz, Douglasie und Weißtanne haben zunehmende Anteile
  • Standort: 160 – 480 m ü.NN, 1.000 – 1.300 mm Niederschlag/Jahr, 8,5 Grad Jahresdurchschnittstemperatur, Schiefer mittleren Nährstoffgehaltes
  • Geschäftsfelder: Ruheforst, Ökopunkte, Wildbrethandel, Energieverkauf aus eigener Hackschnitzelanlage, Camping- und Wohnmobilstellplätze
  • Oberste Devise ist „Wald vor Wild“ und eine starke Bejagung des Rehwildes mit 20 Stück/Jahr/100 Hektar.

Waldbilder:

  • Fichte, Zuwachs 12 Festmeter pro Jahr und ha mit Voranbau: einzelbaumweise Tanne und Buche, keine Klumpen oder flächige Pflanzung!
  • Eiche mit Naturverjüngung aus Eiche, Buche, Kirsche, und weitere Arten.
  • Kyrillfläche mit Buchenvoranbau, ergänzt durch Naturverjüngung diverser Baumarten; Bepflanzung der Rückegassen mit diversen Pappelklonen mit dem Ziel, in 20 Jahren Energieholz für die eigene Hackschnitzelanlage zu erzeugen; Verkauf der Wärme im Energiecontracting. Vorteile: Keine Waldumwandlungsgenehmigung für Energieholz erforderlich, Rückegassen auch nach Jahren gut erkennbar, bessere Bodendurchwurzelung im Bereich der Gassen.
  • Rückegassenabstände liegen bei 50 m, nur in jungen Beständen bei 20 –30 m

 

KOMMA und WEZ

Am 20.05. besuchten wir KOMMA und das WEZ in Neupfalz im Soonwald.

Die Aufgaben von KOMMA wurden uns durch Martin Grünebaum und Anne Grobbel eingehend erläutert, wie Corporate Design, Corporate fashion, Printmedien, Internet mit Homepage, Videojournalismus (you tube), twitter, Kampagne TreffpunktWald, Ausstellungen, Messebeiträge, Pressearbeit. Eigene Marketingprodukte sind: spezielle 1,3 km lange Joggingstrecke, Mountainbikepark, Forstliche Ballontouren, das erste Trekking-Projekt in Deutschland, Kunstprojekte, Reiten mit dem Förster, Nordic Walking mit dem Förster, neu: „Försters Lieblingswanderung“.

Im Walderlebniszentrum (WEZ) begrüßte uns der Leiter Bernd-Peter Räpple. Das waldpädagogische Angebot des 80-Betten-Hauses spricht besonders die Gruppenfindung an. Gruppen werden in kleinere Einheiten zu je 12 - 15 Teilnehmern aufgeteilt. Es wird durch festangestellte Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister durchgeführt. Angebote sind z. B. Gruppenspiele, Klettern, Geocaching, Nistkästen bauen, Bodenuntersuchung, Binokular, Dokumentation im Internet, Gestalten des Geländes (neue Spielmöglichkeiten)

 

Verschiedene Waldbilder

Es wurden uns in verschiedenen umliegenden Forstämtern eindrucksvolle Waldbilder gezeigt:

1. Waldbild (Forstamt Soonwald)
Abt. 6 im Stadtwald Stromberg: Vergleich Douglasie – Fichte ca. 40-jährig. Die Dimensionen der Douglasie sind beachtlich. In der Sparmischung sind nach drei Durchforstungen kaum noch Fichten vorhanden.

2. Waldbild (Forstamt Boppard)
Im Stadtwald St. Goar: Einzelne alte Douglasien mit Buche, Fichte, Tanne, Lärche ca. 100-jährig. Die Dimensionen, die Douglasien erreichen können, werden erahnbar. In kleinen Windwurflücken verjüngt sich die Buche und die Douglasie, unter Schirm die Buche und die Tanne.

3. Waldbild (Forstamt Boppard)
Im Stadtwald Oberwesel: Ein kleiner Douglasienbestand im Alter von 100 Jahren ist in den letzten Jahren aufgelichtet worden. Die Verjüngung beginnt sich zu etablieren.

Wir besteigen den Aussichtsturm „Spitzer Stein“, der aus Douglasienstämmen gebaut worden ist, und genießen den Blick auf den Rhein.

Führung durch die Rheinhänge bei Oberwesel durch eine zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin.

Abendessen im Günderodehaus über Oberwesel und kleiner Stadtrundgang.

Auch der vorletzte Tag der Konferenz war geprägt von vielen Eindrücken, die wir bei nachfolgenden Stationen erhielten:

 

Biowärmezentrum

Das Biowärmezentrum ist eine Kooperation der Ministerien für Forst und Inneres, der Landesforsten und des Technologie- und Gründerzentrums Hunsrück, das von Udo Kopp geleitet wird.

Im Außenbereich wird über sachgerechtes Trocknen und Lagern von Brennholz informiert. In der Halle wird über verschiedene Heizsysteme und verschiedene Hersteller informiert. Veranstaltungen für Gruppen finden hier statt (z. B. Kommunen, Waldbesitzer, Heizungsbauer), Einzelpersonen werden während der Öffnungszeiten beraten.

 

Buchenwaldbau

Buchendemonstrationsfläche mit dem Waldbautrainer Manfred Witz:
Das waldbauliche Ziel in Rheinland-Pfalz lautet Wertholzproduktion in möglichst kurzer Zeit. In Rheinland-Pfalz gibt es drei Waldbautrainer, die in den Revieren vor Ort das Prinzip QD (= Qualifizieren und Dimensionieren) schulen.
Anhand eines Musterbestandes erläuterte uns der Waldbautrainer das Prinzip
In der Nullfläche sahen wir die ca. 40-jährigen Buchen ungepflegt: dichtstehend, schwache Stämme und relativ homogen. In der nach QD behandelten Fläche beeindruckten einzelne, radikal (ca. alle 3 Jahre) freigestellte Buchen mit 9 m langen astfreien Schäften, dreifachem Durchmesser und gigantischen Kronen. Die Abstände zwischen den 35 Stück/Hektar freigestellten Buchen betrugen ca. 12 – 15 m, dazwischen blieben die Flächen unbehandelt. Das Geheimnis dieser Dimensionen ist ein konsequentes Freistellen der Auslesebäume, von dem Zeitpunkt an, wenn die astfreie Stammlänge von 25% der erreichbaren Baumhöhe erreicht ist. Konsequent heißt: der nächste Eingriff kommt, sobald die Leittriebe der Auslesebäume die Nachbarbäume berühren. Das Ziel ist, dass keine Äste an der Kronenbasis mehr absterben. Die Eingriffe werden mit der nachlassenden Wuchsdynamik im Alter entsprechend seltener.
Beim Voranbau und beim Pflanzen auf Windwurfflächen wird ebenfalls auf ca. 40 Z-Bäume gesetzt. Es werden ca. 40 so genannte „Klumpen“ pro Hektar gepflanzt (Abstand von Mitte zu Mitte mindestens 12 m). Jeder Klumpen hat einen Durchmesser von 5 - 7 m und besteht aus 20 - 40 Pflanzen, innen 20 Lichtbaumarten, außen 10 Schattbaumarten oder nur 40 Schattbaumarten.

 

Kyrillpfad (Forstamt Kastellaun)

mit Michael Diemer, Forstamtsleiter, und Christoph Mayer.

In der Nähe zahlreicher Schulen und einer Waldjugendherberge, umgeben von Laubwäldern, auf Gemeindewaldgebiet haben Landesforsten in Kooperation mit der Stadt Kastellaun vor drei Jahren den Kyrillpfad angelegt. Beratung holten sie sich in Baden-Württemberg bei den Begründern des Lotharpfades.

  • 800 m lang in Schleifen über die Fläche
  • 40.000 EUR Anlagekosten (Durchführung auch mit Ein-Euro-Jobbern)
  • 4.000 EUR jährliche Unterhaltung (bisher kaum Vandalismus)
  • ca. 15.000 - 20.000 Besucher und Besucherinnen jährlich
  • eine Broschüre, die die Stationen erklärt und einen Flyer

Zum Schluss gab es noch Präsentationen der Teilnehmerinnen der Konferenz, wie z. B. einen Film über die Serbischen Wälder, Waldpädagogik in der Slowakei, wissenschaftliche Untersuchung über Frauen im Forstberuf aus dem Institut für Forstbenutzung der Universität Freiburg.

Die Konferenz endete mit einem fröhlichen Abschlussabend in unserem Quartier, dem Walderlebniszentrum.


Dr. Birgit Homann