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2002 Bergisches Land

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Bundesforstfrauentreffen 2002

11. -13.10.2002 im Bergischen Land

Wieder einmal sind etwas mehr als 30 Forstfrauen zu einem Bundestreffen zusammengekommen. Das Treffen fand diesmal im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen statt. Auf dem Programm standen neben der obligatorischen Mitgliederversammlung mehrere Vorträge unterschiedlichsten Inhaltes. So informierte uns Renate Späth über Gender Mainstreaming in der Forstwirtschaft. Anhand der sich darauf anschließenden Diskussion konnte man feststellen, das hier noch bei vielen Frauen ein Informationsbedarf besteht.

Am Samstag Vormittag besuchten wir das Holzfernheizwerk in Lieberhausen, welches über Fördermittel des Landes NRW realisiert werden konnte. Hier ist fast ein ganzes Dorf an eine Hackschnitzelheizanlage angebunden. Unser Führer durch das Heizwerk, der dort tätige Revierförster, ist mit dem Feedback durchaus zufrieden, da die Anzahl der angeschlossenen Häuser stetig zunimmt.

Daran anschließend fuhren wir zur Genkeltalsperre und konnten uns mit einem dort angestellten Mitarbeiter über die Grundlegenden Prinzipien einer Talsperre unterhalten. Der Höhepunkt dieses Termins war dann eine kleine Wanderung unter der Talsperre hindurch.

Und wieder setzten wir uns in die Autos und fuhren in ein Landgasthaus. Da wir auf eine Wanderung bei der Genkeltalsperre verzichtet hatten, waren wir für unsere "Bergische Kaffeetafel" noch etwas früh dran und wanderten daher ein wenig im angrenzenden Wald. Hier merkte man dann auch sehr deutlich, dass das Bergische Land seinem Namen alle Ehre macht. Wieder im Landgasthaus nahmen wir in einem Gewölbekeller Platz und genossen die Einladung zu einer "Bergischen Kaffeetafel". Das Besondere an dieser Tafel ist, dass es nicht Besonderes gibt: es ist eher ein Sammelsurium an allem was man eh immer im Hause hat: Wurst, Käse, süßes und normales Brot, Waffeln, Milchreis, Sahne und heiße Kirschen, um nur einiges zu nennen. Eingeladen hatte der Vater von Jutta Kautz, die aus dem Bergischen stammt und die Termine an diesem Tag für uns organisierte. Auch an dieser Stelle noch mal einen herzlichen Dank an alle beide.

Wieder in der Jugendherberge angekommen, hielt Frau Dr. Eva Wonneberger einen Vortrag über ihr Projekt. In diesem Projekt geht es um gesellschaftliche Bedürfnisse und Ansprüche an den Wald und den daraus resultierenden Beschäftigungsverhältnissen aus einer Gender-Perspektive. Anhand der anschließenden Diskussion stellte sich auch hier wieder heraus, dass es nicht besonders einfach ist, außerhalb der Verwaltungen einen Arbeitsplatz im Forstbereich zu finden. Es bleibt spannend zu welche Ergebnissen Frau Wonneberger gelangt, wenn sie das Projekt beendet hat.

Am Abend fand dann die Mitgliederversammlung statt. Der Tag endete wie auch der vorherige schon bei netten Gesprächen und einigen Gläsern Wein.

Am Sonntag fanden sich dann drei Arbeitsgruppen zusammen: Hessenforst, Alternative Berufsfelder, Erstellung unseres Flyers. In der Arbeitsgruppe "Alternative Berufsfelder", an der ich teilnahm, fand ein sehr intensiver Erfahrungsaustausch über die verschiedensten Bereiche statt. Nicht nur von mir wurde dies als sehr fruchtbar angesehen, so dass wir für uns festhielten, diese Arbeitsgruppe zu einer ständigen Einrichtung an unseren Bundestreffen werden zu lassen.

Am Ende dieses Berichtes möchte ich mich noch mal ganz herzlich bei den beiden Mitorganisatorinnen dieses Treffens, Renate Späth und Jutta Kautz, bedanken.

Sibylle Findel