Frauen im Forstbereich e.V. | ||||||||||||||||
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Bundesweit |
Bundestreffen vom 22. bis 24.9.2006in Augustdorf in der Senne (Ostwestfalen)Die Tagung fand statt im Senne-Umweltbildungszentrum in Augustdorf. Zum Kennenlernen der Teilnehmerinnen und der Umgebung wanderten wir Freitag nachmittag unter fachkundiger Leitung entlang des wunderschönen Furlbachtales. Freitag abend gab es einen Vortrag von Dr. Ute Röder, Biostation Lippe und Nationalparkförderverein Senne: Die Senne ist eine wüstenhafte Landschaft, für die Landwirtschaft nicht geeignet. Es überwiegen nährstoffarme Sande mit zahlreichen seltenen Arten meist in Trockenrasen und Heidegebieten. Im Wald dominieren Kiefernforste, es gibt Probleme mit der Traubenkirsche. Eichenwälder sind zum Teil ehemalige Hudewälder. Die Fließgewässer sind nährstoffarm, hier leben Groppe und Neunauge. Die Senne ist schon lange Truppenübungsplatz - zuletzt genutzt von den Briten. Es bestehen unbegrenzt dauernde Nutzungsrechte, auch für den Schießbetrieb. Seit 1991 bestehen Bestrebungen, nach Beendigung der militärischen Nutzung hier einen Nationalpark entstehen zu lassen. Auch eine Doppelnutzung von Nationalpark und Truppenübungsplatz ist möglich (wird so auch in England praktiziert). Die angrenzenden Staatswaldflächen (25 000 ha in der Egge) sollen auch Nationalpark werden, um eine räumliche Alternative bei Übungsbetrieb zu bieten. Der Landrat war wegen der Holzindustrie gegen den Nationalpark; die Landwirtschaft protestierte auch gegen ein Biosphärenreservat. Seit 2001 ist die Senne und angrenzende Gebiete FFH- und Vogelschutzgebiet. Warum sollte gerade jetzt in Richtung Nationalpark gegangen werden? Durch die Ausweisung der Natura 2000-Gebiete wird mehr im Naturschutz getan. Hier ist die "Heimat" der ehemaligen Senner, unter ihnen wächst die Stimmung gegen das Militär. Ein Nationalpark ist ein werbewirksames Alleinstellungsmerkmal für einen Landstrich. Nationalparkriterien sind: entweder ist die Region möglichst naturbelassen oder hat das Potential in solchen Zustand entwickelbar zu sein. Das ist nur in wenigen Regionen der Fall. In einem Biosphärenreservat soll die althergebrachte Nutzung entwickelt und wiederhergestellt werden. Samstag: Wir besuchten den Hochseilgarten am Hermannsdenkmal. In Zweierteams bezwangen wir die luftigen und kniffeligen Höhen zwischen beeindruckenden Buchenstämmen. Solche Kletteranlagen entstehen in letzter Zeit überall im Land und es war sehr interessant, selbst einmal Kletterenfahrung zu sammeln.Natürlich werfen wir auch einen kurzen Blick auf das Wahrzeichen Ostwestfalens. Am Nachmittag machen wir eine sehr informative Exkursion in der Senne mit dem zuständigen Revierleiter. Wir erleben die verschiedenen Lebensräume und sogar die Panzer in Aktion. Samstag abend erwartet uns der Höhepunkt der Tagung: ein Koch bereitet für uns ein leckeres Essen. Anschließend berichtete Birgit Kieker vom slowakischen Forstfrauentreffen, Birgit Homann vom "Audit Beruf und Familie" der Landesforsten Rheinland-Pfalz und Dagmar Löffler von der Entwicklung in den Hessischen Landesforsten. Die Zeitschrift HARVEST sucht gutaussehende Försterinnen für einen Artikel und Fotoshooting in der Slowakei. Renate berichtet vom "Jahr der Gleichstellung" 2008. Wer hat Ideen zu diesem Thema? Sonntag morgen: Mitgliederversammlung Frauen im Forstbereich e.V. | |||||||||||||||