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2008 Reinhardswald

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22. Bundestreffen

vom 28.08. bis 31.08.2008 im Reinhardswald / Hessen

Zum 22. Bundestreffen der Frauen im Forstbereich e.V. vom 28. bis 31. August trafen sich in Hofgeismar bei Kassel 18 interessierte Frauen. Zeitgleich begann in Rajeca Lesna bei Zilina das 10. Treffen ihrer slowakischen Kolleginnen. Im Nachhinein war es für die gegenseitigen Gäste besonders interessant, dass sich die Themen der forstlichen Exkursionen beider Treffen ergänzten.

Den Teilnehmerinnen des deutschen Treffens wurde in den Seminaren „Frauen gehen in Führung“ und „Ressourcenmanagement“ praktisches Wissen für den Alltag des Berufslebens mitgegeben. Auch der Besuch des großen Urwalds Sababurg, eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands, war mehr als ein Spaziergang durch einen beeindruckenden Wald.


Teilnehmerinnen des 22. Bundestreffens der Frauen im Forstbereich e.V.

Urwald und Friedwald

Der Begriff „Urwald“ ist irreführend, da der Wald nicht unberührt und ursprünglich ist, sondern ein von alten Eichen und Rotbuchen dominiertes Naturschutzgebiet, das aus einem ehemaligen Hutewald hervorgegangen ist. Allerdings stehen die 92 ha des Sabawaldes durch die Initiative eines Kunstmalers schon seit über 200 Jahren unter Schutz, so dass hier viel über forstliche Entwicklungen mit geringer menschlicher Beeinflussung geforscht wird und wurde. Ein zunehmendes Problem sind allerdings die Touristen, die dem Wald nicht nur durch ihre Anwesenheit (Lärm), sondern auch durch Unachtsamkeit (Müll) und mutwillige Zerstörung schaden.

Interessant war auch der Besuch eines Friedwaldes. Obwohl hier bereits zahlreiche Menschen beigesetzt wurden, gibt es optisch keinen Unterschied zu einem bewirtschafteten Forst. Es gibt nur wenige Wege, die eher als Trampelpfade bezeichnet werden können und einen kleinen Andachtsplatz relativ nahe am Parkplatz, der sich gut ins Gesamtbild einfügt. Forstwirtschaftlich geschieht auf diesen Flächen nichts, außer der für die Besuchersicherheit erforderlichen Entnahme von Totholz.

slowakischer Rück- und Ausblick

Ein Glücksfall für die Forstfrauen war die überraschende Teilnahme der Koordinatorin Ing. Viera Petrasova und ihrer Kolleginnen aus der Slowakei, die wie bereits im Mai beim Internationalen Treffen ihre Forschungsergebnisse über die Arbeit von Frauen und ihrem Image in ländlichen Gegenden vorstellten. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenarbeit von 4 Ländern (Italien, Spanien, Estland und Slowakei) und zeigt in diesen Ländern ausgewählte Frauen die via Interview eine Einschätzung zu ihrem Bild in der Öffentlichkeit abgaben. Wie immer wurden die Ergebnisse anschließend angeregt erörtert.


Teilnehmerinnen des 10. slowakischen Forstfrauentreffens

Ebenso munter, wenn auch mit einigen Sprachbarrieren, diskutierten gleichzeitig die deutschen Gäste in der Slowakei. Lesen Sie dazu auch den Bericht zum 10. slowakische Forstfrauentreffen.